Sprachbildendes Erzählen in der Grundschule

„1,2,3,4,5,6,7-wir gehen ins Geschichtenland!“ Mit dieser Einleitungsformel beginnen die regelmäßig durchgeführten Erzähleinheiten für Erstklässler*innen. Als ein Baustein der durchgängigen Sprachbildung besuchen professionelle Erzähler*innen die Grundschulen und erzählen sprachfördernde Geschichten. Jede Gruppe nimmt an acht wöchentlich stattfindenden Erzählstunden teil.

Die Erzählvorlagen werden dem Sprachstand der Gruppen angepasst und passend zu den Interessen der Kinder ausgewählt. Im Laufe des Projektes lernen die Kinder unterschiedliche Geschichten und Präsentationsformen kennen. Das Repertoire reicht von in Gröpelingen spielenden Erzählungen über Kettengeschichten mit Mitmachelementen bis hin zu frei bearbeiteten Märchen und klassischer Literatur. Nach dem Hören der Geschichte bearbeitet die Gruppe die Inhalte spielerisch und im Gespräch. Die begleitenden Lehrer*innen sind Teil dieser gemeinschaftsstiftenden Aktivität und erhalten Impulse zur Verwendung der Erzählungen im Unterricht.

Die fest im Unterrichtsplan verankerten Erzählstunden fördern Kommunikationsfähigkeit und Sprachkompetenz. Der mündliche Umgang mit Texten in Form von Zuhören, Nacherzählen und Weitererzählen ist eine direkte Vorbereitung auf die schriftliche Verwendung der Sprache.